Wegen einer Trennung brauche ich dringend eine neue Bude – und zwar für mich und meine Hündin Socke. Wir zwei sind eigentlich absolut tiefentspannt und pflegeleicht, schätzen ein gutes Miteinander, sind aber genauso froh, wenn wir einfach mal unsere Ruhe haben.
Kurz zu meiner aktuellen Lage – die Karten liegen wie folgt auf dem Tisch:
Alleinstehend mit Hund, aktuell krankgeschrieben / erwerbslos und somit im ALG-1- bzw. Krankengeld-Bezug. Dazu noch relativ jung und eine verhaute Schufa – in der Vergangenheit leider selbst geschrottet. Aber: Ich hatte noch nie Mietschulden, und das ist doch unter dem Strich das, was zählt, oder? So viel zur Ausgangslage.
Meine jetzige Wohnsituation ist ehrlich gesagt die reinste Katastrophe: Der Strom geht nur teilweise und wird demnächst komplett abgestellt (der Eigentümer kümmert sich einfach um nix). Heizung und Warmwasser? Seit Ewigkeiten Fehlanzeige! Auch da passieren nur leere Versprechungen. Behördlich läuft zwar alles bezüglich der Missstände, aber bringt mir nix: Ich brauche einfach verdammt schnell eine neue Bude. Eine kleine 1- bis 2-Zimmer-Wohnung würde uns schon völlig reichen.
Deshalb sitze ich täglich gefühlt pausenlos an Kleinanzeigen, Immowelt und ImmoScout24. Sobald was Neues poppt, geht direkt eine Mail raus. Trotzdem möchte ich mal kurz meine aktuellen „Highlights“ teilen.
Thema Tierhaltung
Viele sagen ja von vornherein pauschal Nein zu Hunden. Klar, wenn man als Vermieter mal schlechte Erfahrungen gemacht hat, verstehe ich das irgendwo. Aber immer sofort alles und jeden über einen Kamm scheren? Hasse ich wie die Pest.
Die Sache mit der Bonität & Fairplay
Und jetzt zum Punkt, wo mir echt die Galle hochgeht: Saubere Schufa, die letzten drei Gehaltsnachweise, Selbstauskunft – und in der Selbstauskunft stehen oft Fragen, die rechtlich so gar nicht mehr zulässig sind (zumindest von der Formulierung her).
Aber jetzt mal ehrlich: Was macht ein Vermieter eigentlich, wenn am Anfang alles perfekt scheint, der Mieter nach drei Monaten seinen Job verliert und keine Miete mehr zahlen kann? Das schützt doch vor gar nichts! Für mich ist das eine reine Diskriminierung. Wenn man als Mietinteressent im Gegenzug mal nach der Liquidität des Vermieters fragt, heißt es nur zickig: „Nö, dann bekommen Sie die Wohnung eben nicht.“
Ist das Fairplay? Ich habe den Salat schon zweimal mitgemacht:
- Wohnung 1: Heizung kaputt, wurde nie repariert.
- Wohnung 2: Die halbe Bude voll Schimmel. Aber die Kohle sollte pünktlich vor dem Ersten auf dem Konto sein!
Dabei bin ich echt ein ruhiger, unkomplizierter Mieter, der wegen einer Mücke keinen Aufstand macht. Da fragt man sich doch zu Recht: Wo bleibt da eigentlich die Menschlichkeit? Auch Vermieter können in der heutigen Wirtschaftslage mal gehörig auf die Schnauze fallen – Transparenz sollte doch keine Einbahnstraße sein!
(So, der Frust musste jetzt mal raus! :-))
Der aktuelle Stand
Ich habe mittlerweile gut über 200 Wohnungen angeschrieben. Ausbeute bisher:
- 4 Besichtigungen (zwei hatte ich, zwei stehen noch an).
- ca. 8 Absagen (eine davon habe ich selbst abgesagt, eine Absage kam nach einer Besichtigung).
- Der Rest? Funkstille.
Besonders spannend: Viele Anzeigen, bei denen ich nicht mal eine Antwort bekomme, bleiben noch ewig online. Ich erwarte ja keine Wunder, aber eine kurze Absage wäre doch wohl drin. Erst recht, wenn man wie ich ohnehin auf heißen Kohlen sitzt und es von Tag zu Tag kälter draußen wird. Diese Ungewissheit frisst einen förmlich auf. Ob mein kleiner ADHS-Kopf das Ganze noch zusätzlich verstärkt? Mit Sicherheit! Es ist einfach extrem kräftezehrend, zumal ich schon im Umkreis von drei Landkreisen suche.
Schauen wir mal, wie es weitergeht. Ich freue mich riesig auf den Tag, an dem ich wieder in meinen eigenen vier Wänden sitze und mir meine eigene Struktur aufbauen kann! 🙂
Wie seht ihr das eigentlich? Welche Erfahrungen habt ihr auf dem aktuellen Wohnungsmarkt gemacht und was haltet ihr von den extremen Forderungen vieler Vermieter? Schreibt es mir gerne in die Kommentare!