In meinem letzten Beitrag regte ich mich ja – meiner Meinung nach völlig zu Recht – über meine Krankenkasse und ihr Vorgehen auf. Luft machen war da einfach die Devise. Meine Krankenkasse ist dafür leider auch sehr bekannt, selbst wenn dieses Vorgehen, wie ich vermute, größtenteils automatisiert abläuft.
Dennoch meldete sich am nächsten Tag die App der Krankenkasse: Ein neuer Bescheid stehe bereit. Ich habe schon mit dem Schlimmsten gerechnet! Ehrlicherweise war meine vorherige Antwort an sie auch ziemlich hart, wenn auch besonnen verfasst. Aber irgendwann ist schließlich auch mal gut – schon allein, weil sie ganz genau wissen sollten, dass man gesundheitliche Probleme hat. Dass auch die Kassen sparen müssen, ist uns allen klar. Aber über Vorstandsgehälter und Co. zu diskutieren, lasse ich an dieser Stelle lieber bleiben – das ist besser für meine Nerven und meine Gesundheit.
Also öffnete ich die App und lud die PDF herunter.
Überraschenderweise hatte sich die Krankenkasse mein Schreiben tatsächlich durchgelesen. Sie entschuldigten sich und erklärten mir, dass ihre Nachfragen doch nur meiner Gesundheit dienen würden – damit Krankenkasse, Medizinischer Dienst und Ärzte gemeinsam schauen können, was die beste Behandlung für mich sei.
Diese anfängliche Entschuldigung nehme ich ihnen sogar ab. Doch wenn ich mir den Rest durchlese, widerspricht diese versteckte Drohung und Erpressung schlichtweg der Behauptung, man wolle nur „das Beste für mich“. Worum es ihnen wirklich geht: Sie wollen verhindern, dass man krankgeschrieben bleibt und Krankengeld beziehen muss.
In diesem Sinne: Es bleibt spannend, und ich glaube, dass dieses Thema noch lange nicht abgeschlossen ist. Ich lasse es mir einfach nicht mehr gefallen, dass fremde Menschen vorgeben zu wissen, wie es mir geht, was ich habe oder was ich brauche.
PUNKT.
